Oje – ein Riss! Ärgerlich – besonders bei der Lieblingsjeans. Wenn man älter als 5 Jahre ist, mag man auch keinen Flicken draufsetzen. Was nun?

Riss in der Lieblingsjeans!

So geht’s: ein Stückchen Saum, zwei Seitennähte (ja, Jeans sind doppelt genäht) und eine Overlocknaht aufgetrennt (dieser Schritt macht die meiste Arbeit an der Aktion). Die (im Schritt verlaufende)  Kappnaht bleibt unangerührt.:

aufgetrenntes Jeansbein - fertig zur Reparatur

Sicht auf die Lage von links:

 

 

 

Jetzt kommt ein „Pflaster“ zur Stabilisierung drauf:

leichtes Vlies (Pflaster) zur Stabilisierung

und wird mit mehreren farblich passenden Blau- und Grautönen zunächst quer im groben Zickzack von links, dann dem Fadenverlauf der Jeans entsprechend von rechts immer wieder im Geradstich übernäht. Dies geschieht so häufig, bis „Pflaster“ und Jeans untrennbar miteinander verbunden sind und die Melierung der Farben bestmöglich der Jeansfarbe entspricht. Dann wird das „Pflaster“ zurückgeschnitten. Von rechts sieht das dann so aus:

"Riss" nach der Behandlung

Jetzt wird die Seitennaht wieder doppelt verschlossen, per Overlock versäubert, die Saumkante mit ebenfalls passendem Garn ausgebessert. Et voilà:

Wieder tragbare Jeans mit wenig auffällig repariertem Riss

..ist das Lieblingsstück wieder tragbar. (Wenn jemand fragt: das muss so – das ist Used-Look in Perfektion ;-))

Hier noch einmal im Detail:

Jeansreparatur im Detail: tragbar - oder?

 

Fertig!

Jeansrettung ohne sichtbare Flicken

4 Gedanken zu „Jeansrettung ohne sichtbare Flicken

  • 24. Juli 2017 um 22:39
    Permalink

    Sieht super aus. Leider ist mir noch bissel unklar wie Du das mit grau und blau und den einzelnen Nähten meinst. Muß ich wahrscheinlich bissel üben.
    LG Silvi

    Antworten
    • 25. Juli 2017 um 6:35
      Permalink

      Hallo Silvi,

      ja,man muss es ein bisschen üben, aber es ist wirklich nicht schwierig. Ich nehme meist zuerst einen mittleren Blauton und nähe damit zunächst kreuz und quer, um das Loch grob zu schließen. Dann suche ich mir zwei möglichst gut passende Blau- und einen Grauton und nähe damit im Wechsel, jetzt jedoch in langen (!) Zickzackfolgen immer nur vor und zurück, dem Verlauf der Jeansstruktur folgend. So ergibt sich ein meliertes Bild, dass der Jeansstruktur sehr ähnlich ist und dadurch kaum auffällt.

      Herzliche Grüße aus Köln

      Petra Ruland

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  • 31. Januar 2017 um 14:24
    Permalink

    Hallo, nimmst Du wirklich „Pflaster“ oder ein Stück Stoff?

    Antworten
    • 31. Januar 2017 um 14:37
      Permalink

      Hallo Birgit,

      nein, das war scherzhaft gemeint, ich nehme meist ein weiches Stickvlies, das ich sowieso immer im Hause habe. Man kann auch einen nicht zu dicken Stoff nehmen, sonst trägt es zu sehr auf und bei eng sitzenden Jeans scheuert es dann auf der Haut.

      Herzliche Grüße aus Köln

      Petra Ruland

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